6. Juni 2026
Amanogarnelen oder Neocaridina – Welche Garnele passt zu Deinem Aquarium?
Wer mit Garnelen im Aquarium beginnen möchte, steht häufig vor einer wichtigen Frage:
Amanogarnelen oder Neocaridina?
Beide Garnelenarten sind beliebt, robust und für Anfänger geeignet. Dennoch gibt es einige wichtige Unterschiede, die bei der Auswahl berücksichtigt werden sollten.
In diesem Beitrag erfährst Du, welche Garnele besser zu Deinem Aquarium und Deinen Zielen passt.
Amanogarnelen – Die fleißigen Algenfresser
Amanogarnelen (Caridina multidentata) gehören zu den bekanntesten Garnelen der Aquaristik. Berühmt wurden sie durch den japanischen Aquascaper Takashi Amano, nach dem sie benannt wurden.
Vorteile von Amanogarnelen
✅ Hervorragende Algenfresser
✅ Werden mit 4–6 cm deutlich größer als Zwerggarnelen
✅ Sehr robust
✅ Friedlich gegenüber anderen Aquarienbewohnern
✅ Ideal für Gesellschaftsaquarien
Besonders bei Fadenalgen und weichen Algenbelägen leisten Amanogarnelen oft hervorragende Arbeit.
Nachteile von Amanogarnelen
❌ Vermehren sich im Süßwasseraquarium nicht
❌ Weniger Farbauswahl
❌ Benötigen etwas mehr Platz
Für die Aufzucht der Larven wäre Brackwasser erforderlich. Deshalb bleibt die Population im Aquarium meist konstant.
Neocaridina – Die bunten Zwerggarnelen
Neocaridina davidi gehören zu den beliebtesten Garnelen für Anfänger.
Zu den bekanntesten Farbformen gehören:
- Red Sakura
- Blue Velvet
- Yellow Fire
- Orange Sakura
- White Pearl
- Red Rili
Vorteile von Neocaridina
✅ Viele attraktive Farben
✅ Einfache Haltung
✅ Vermehren sich problemlos im Süßwasser
✅ Ideal für Nano-Aquarien
✅ Perfekt für Garnelenbecken
Gerade die einfache Nachzucht macht Neocaridina für viele Aquarianer besonders interessant.
Nachteile von Neocaridina
❌ Weniger effektiv gegen größere Algenprobleme
❌ Jungtiere können von Fischen gefressen werden
❌ Verschiedene Farbformen sollten nicht dauerhaft gemischt werden, da die Nachkommen oft wieder wildfarben werden
Welche Garnele eignet sich besser für Anfänger?
Beide Arten sind für Einsteiger geeignet.
Amanogarnelen sind ideal, wenn Du:
- Algen reduzieren möchtest
- ein Gesellschaftsaquarium betreibst
- keine Vermehrung wünschst
- größere Garnelen bevorzugst
Neocaridina sind ideal, wenn Du:
- bunte Garnelen möchtest
- Nachwuchs beobachten willst
- ein Garnelenbecken planst
- ein Nano-Aquarium besitzt
Kann man Amanogarnelen und Neocaridina zusammen halten?
Ja.
Amanogarnelen und Neocaridina lassen sich in den meisten Aquarien problemlos gemeinsam pflegen.
Da sie unterschiedlichen Gattungen angehören, können sie sich nicht miteinander kreuzen.
Viele Aquarianer kombinieren beide Arten erfolgreich:
- Amanogarnelen als fleißige Algenfresser
- Neocaridina als farbenfrohe Hingucker
Welche Wasserwerte benötigen die Garnelen?
Beide Arten kommen mit vielen deutschen Leitungswässern gut zurecht.
Empfohlen werden:
- Temperatur: 18–26 °C
- pH-Wert: 6,5–8,0
- gute Wasserqualität
- regelmäßige Wasserwechsel
Neocaridina gelten dabei als etwas toleranter gegenüber unterschiedlichen Wasserwerten.
Fazit
Die Frage „Amanogarnelen oder Neocaridina?“ lässt sich nicht pauschal beantworten.
Wer einen zuverlässigen Algenfresser für das Gesellschaftsaquarium sucht, ist mit Amanogarnelen hervorragend beraten.
Wer hingegen farbenfrohe Garnelen beobachten und möglicherweise Nachwuchs aufziehen möchte, wird mit Neocaridina viel Freude haben.
Viele Aquarianer entscheiden sich sogar für beide Arten und profitieren von den jeweiligen Vorteilen.
Bei Katjas Wirbellose findest Du sowohl Amanogarnelen als auch verschiedene Neocaridina-Farbformen aus sorgfältiger Haltung und Nachzucht.