
Warum ein starker VDA für die Aquaristik wichtig ist
In den vergangenen Wochen wurde innerhalb der Aquaristik viel diskutiert. Gerade in sozialen Medien kursierten unterschiedliche Informationen über die Situation im Verband Deutscher Vereine für Aquarien- und Terrarienkunde e.V. (VDA).
Dabei sollten wir eine wesentlich wichtigere Frage nicht aus den Augen verlieren:
Warum brauchen wir einen starken VDA?
Für mich ist die Antwort klar: Viele Herausforderungen, die Aquarianer, Züchter, Vereine und Fachhandel betreffen, können Einzelpersonen kaum alleine bewältigen.
Eine gemeinsame Stimme für die Aquaristik
Besonders wichtig ist die politische Interessenvertretung.
Diskussionen über eine Positivliste, mögliche Einschränkungen bei der Haltung bestimmter Tierarten oder Forderungen nach weiteren Zucht- und Haltungsverboten betreffen letztlich uns alle.
Wer möchte, dass Aquaristik langfristig möglich bleibt, braucht Organisationen, die unsere Interessen sachlich und fachlich vertreten.
Genau hier übernimmt der VDA eine wichtige Aufgabe.
Sachkunde statt pauschaler Verbote
Verantwortungsvolle Aquaristik braucht Wissen.
Der VDA bietet unter anderem Sachkundekurse für Privatpersonen, Gewerbetreibende und Börsenverantwortliche an.
Das hilft nicht nur den Tierhaltern selbst. Es zeigt auch gegenüber Politik und Öffentlichkeit, dass verantwortungsvolle Tierhaltung, Fachwissen und Aquaristik zusammengehören.
Vereine, Börsen und Nachwuchs stärken
Aquaristik lebt von Menschen vor Ort: von Vereinen, Züchtern, Börsen, Vorträgen, Stammtischen und dem persönlichen Austausch.
Der VDA unterstützt seine Mitgliedsvereine unter anderem durch Informationsangebote, Veranstaltungsmöglichkeiten und eine Vereins-Haftpflichtversicherung.
Besonders wichtig finde ich außerdem die Jugendarbeit.
Schulprojekte und aktive Jugendgruppen können junge Menschen früh für Natur, Tiere und biologische Zusammenhänge begeistern – und damit die Zukunft unseres Hobbys sichern.
Natur- und Artenschutz gehören dazu
Aquaristik bedeutet nicht nur Tierhaltung.
Aquarianer und engagierte Züchter können auch zum Erhalt von Arten und Populationen beitragen. Der VDA unterstützt deshalb Natur- und Artenschutzprojekte sowie entsprechende Fachveranstaltungen.
Gerade in Zeiten verschwindender Lebensräume sollte dieser Beitrag nicht unterschätzt werden.
Was habe ich als Mitglied davon?
Eine Mitgliedschaft im VDA bietet ganz praktische Vorteile:
- politische Interessenvertretung für Aquarianer und Vereine
- vergünstigte Sachkundekurse
- Unterstützung und Versicherung für Mitgliedsvereine
- Informationen über VDA-Online und VDA-Aktuell
- Möglichkeiten zur Bewerbung von Vereinsveranstaltungen
- Zugang zu PET-Data über den jeweiligen Verein
- Unterstützung von Jugend-, Natur- und Artenschutzprojekten
Aber mindestens genauso wichtig ist etwas anderes:
Je mehr Aquarianer und Vereine gemeinsam auftreten, desto stärker wird ihre Stimme.
Gemeinsam statt gegeneinander
Natürlich darf es innerhalb eines Verbandes unterschiedliche Meinungen und auch Kritik geben.
Entscheidend ist aber, dass Diskussionen auf Fakten beruhen und wir miteinander statt nur übereinander sprechen.
Denn am Ende verbindet uns ein gemeinsames Ziel:
Wir möchten die Aquaristik erhalten und verantwortungsvoll weiterentwickeln.
Deshalb halte ich es für wichtig, den VDA nicht vorschnell abzuschreiben, sondern ihn gemeinsam zu stärken.
Wer sich über die Arbeit des Verbandes, Mitgliedschaft, Sachkunde und aktuelle Projekte informieren möchte, findet weitere Informationen beim
Verband Deutscher Vereine für Aquarien- und Terrarienkunde e.V. – VDA.
Aquaristik lebt von Gemeinschaft, Wissen und verantwortungsvoller Tierhaltung.
Dafür sollten wir gemeinsam einstehen.
Katjas Wirbellose – Rosenheim